Motorradfreunde Borken
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Mechaniker können ja so stur sein.

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Mechaniker können ja so stur sein.

Beitrag  schraubiene am Fr 19 Nov - 17:00:38

Ich schreibe euch heute damit ihr etwas zum Lachen und Grübeln habt. Wie ihr alle wisst bin ich Mechanikerin und ein Schrauber an sich kann sehr stur sein. Wobei schon seit Jahren geschrieben steht, das ein Schuster die schlechtesten Schuhe hat. Ihr werdet schon merken warum ich das so direkt schreibe. Letzte Woche wollte ich mein Motorrad ins Winterquartier zu meinen Eltern bringen. Leider bin ich dieses Jahr nicht sehr viel gefahren. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf beschloss ich meine Pitty Platsch selber nach Borken zu fahren. Meine lieben Eltern boten mir zwar an mein Motorrad abzuholen aber ich lehnte es ab. Also suchte ich erst einmal meinen Motorradschlüssel um dann nach einer halben Stunde zu beschließen, das der Ersatzschlüssel auch wunderbar ins Schloß passte. Ich zog mich also komplett an und lief mit voller Motorradmotur die ca. 400 m zu meiner Garage. (die ist leider nicht bei mir am Haus). Garage aufgeschlossen, Quad rausschieben, zum Motorrad gehen, Schlüssel rein, Vorfreude pur, NICHTS! Da passierte mal gar nichts. Ich stand mit meinem Rucksack auf dem Rücken in meiner Garage und bekam von meinem Motorrad noch nicht einmal ein Blink. Und nun trennt sich der normal Fahrer vom sturen Mechaniker. Der normale Fahrer ruft jetzt Vater, Mutter, Adac und die Notfallseelsorge an. Aber ich nicht. Die Batterien der drei anderen Fahrzeuge in der Garage passten nicht, das wusste ich schon von früheren Aktionen. Ich schob mein Quad wieder in die Garage, schloss ab und lief nun in voller Montur wieder nach Hause. Blöd nur das ich diesen Berg nun hoch laufen muss. Ich hatte im Hinterkopf das ich ja für mein altes Auto ein Überbrückungskabel besitze. Hatte ich nie gebraucht (schließlich ein Fiat!). Ich durchsuchte meine Werkzeugkammer und dann meine Waschküche. Zwanzig Minuten später hatte ich dann den Gedankenblitz. Überbrückungskabel können nur im Auto liegen. Blöd nur das ich meinen Autoschlüssl im Rucksack in in der Garage gelassen hatte. Also zog hier auch wieder nur die möglichkeit des Ersatzschlüssel. So Überbrückungskabel hatte ich nun, also lief ich wieder zur Garage, Tor aufschließen, Quad rausschieben. Nun nahm ich die Sitzbank runter, nahm mein Bordwerkzeug und begann Björns Quad auseinanderzunehmen. Als ich nun dort den Saft geklaut hatte, überbrückte ich mein Motorrad und, welch ein Wunder, Sie LEBT. Ich war total Glücklich und beschloss sie nun vor die Tür zu schieben. Also nahm ich eine Klemme ab und Bub, Aus!! Ich schob sie trotzdem raus und ließ sie fünfzehn Minuten mit der Quadbatterie laufen. Beim Versuch diese abzumachen lief sie noch eine halbe Minute. Ich schloß sie wieder an und beschloss das ich in Borken keine Schuhe und keine Normale Jacke bräuchte und ließ diese nun in meiner Garage zurück. Ich schob mein Quad zurück in die Garage , zog mich komplett an, mit Helm und allem. Nun ging es um Schnelligkeit. Mit dem Rucksack in der Hand zog ich die Kabel ab, steckte sie in Rekordverdächtiger Zeit mit der Batterie zusammen in den Rucksack und steckte mit einer Hand am Gas die Sitzbank auf. Ich setzte mich auf mein geliebtes Motorrad. Sie Läuft! Ich fuhr los und merkte nach zwanzig Metern das meine ABS- Leuchte nicht ausgeht. Ich dachte dass das ein gespeicherter Fehler im Steuergerät ist, glaube an das gute in meinem Motorrad. Ich fuhr also weiter in richtung Nachbardorf. Nach wenigen hundert Metern, vielleicht auch einem Kilometer, fing meine Kleine im Cockpit an zu blinken wie ein Weihnachtsbaum und mein Drehzahlmesser schlugt von null bis 15.000 Umdrehungen aus und zurück. Mein Tacho zeigte mir Geschwindigkeiten von 230 Kmh an. Respekt, so schnell war sie noch nie!! Und das auf einer engen kurvigen, nassen Landstraße. nach weiteren fünfhundert Metern hatte ich abwechseln einen Zweizylinder und einen Einzylinder bis sie dann schließlich beschlossen hatte, nun nicht mehr zu wollen. Nun stand ich da. Auf einer Unübersichtlichtlichen Straße und schob mein Motorrad in Richtung Nachbarort.In die andere Richtung hätte ich einen Berg hinauf gemusst. Als ich nun ein Feldweg gefunden hatte, stellte ich, leicht sauer und noch mehr enttäuscht mein Motorrad ab um erst einmal nach Luft zu ringen. Dann versuchte ich meinen Liebevollen Partner anzurufen, der natürlich nicht dran ging. Hätte ja wichtig sein können. Also rief ich meine Eltern an um sie darum zu bitten nun doch mein Motorrad abzuholen und mich gleich mit. Also wartete ich eine Stunde bis die " Gelben Engel" mit dem gelben Transporter mich abholten. Nun fuhr ich mit Pitty Platsch nach Borken, zwar anders als gedacht, aber der Weg ist das Ziel. Und nun kommt die Krönung. In Borken angekommen, rief mich mein Freund zurück und wollte wissen was ich den wollte. Ich erzählte ihm von meinem sturen Kopf und meinem Schicksal. Da hörte ich im Hintergrund heiteres Gelächter von Lars, seinem Arbeitskollegen der im schalenden Gelächter fragte:"Deine Freundin ist mit dem Motorrad stehen geblieben? Sach mal, ist deine Freundin nicht selber eine Mechanikerin?"
So ging ein ganz normaler tag in meinem Leben zu Ende.

PS. Mein Motorrad funktioniert wieder. Eine Nacht am Ladegerät hat ihr echt gut. getan.

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Viele Schraubergrüße von eurer Schraubiene

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

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Re: Mechaniker können ja so stur sein.

Beitrag  Detlef Plein am Fr 19 Nov - 17:28:23

Wahre Geschichten die das Leben so spielt lol!

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Die besten Grüße aus Borken
       Detlef Plein
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Detlef Plein
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Re: Mechaniker können ja so stur sein.

Beitrag  Moni am Fr 19 Nov - 22:21:22

Was soll man da noch sagen war ein unvergesslicher Tag, nicht wahr.... Laughing Moni
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Re: Mechaniker können ja so stur sein.

Beitrag  Ralf am Sa 20 Nov - 6:16:24

Very Happy Ja Ja der Schuster und seine Schuhe!!!!

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Gruß Ralf
Bremsen ist die Umwandlung sinnvoller Energie in nutzloser Wärme!
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Re: Mechaniker können ja so stur sein.

Beitrag  Uwe am Sa 20 Nov - 20:28:08

Ha schraubine,

gut das zu lesen.
Dann bin ich Unbedarfter ja nicht so alleine, grins.
Obwohl ich es noch nicht soweit gebracht habe. Very Happy
Sehr lustige und doch auch nachdenklich machende
Geschichte.
Ich wünsche dir, dass es nicht wieder vorkommt, denn das
tut einem ja in der Seele Leid.
Aber so ein tapferes Mädchen wie du steckt das ja doch ganz locker weg.

_________________
Schon in der Bibel stand geschrieben,
Jesus fuhr mit Triumph in den Himmel.
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Uwe
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Re: Mechaniker können ja so stur sein.

Beitrag  Gast am So 21 Nov - 8:22:01

Na Jenny ... es gibt immer noch Steigerungen - die das Leben schrieb ... 
Meine allererste * uralte Mühle * in Form einer CB 450 K entschloss sich im Januar 1972 auf der Fahrt zum Elefantentreffen immer langsamer zu werden. Also bewegte ich sie ganz vorsichtig rechts ran, um nach dem Rechten zu schauen. Hm ... der Ventiltrieb hörte sich gar nicht gut an ...
Versuch macht klug ...
Beim letzten Werkstattaufenthalt durfte ich dem Meister über die Schulter sehen, und stellte fest das jener in der Lage war Ventile nach Gehör einstellen zu können. Was der kann ...

Kann ich auch ...
Also wurden die Ventile von mir fachmännisch nach Gehör eingestellt. Infolge Eiseskälte wurde der Entschluß zum Nürburgring zu fahren dann aber doch nicht mehr umgesetzt. Ok - zur damalgen Zeit nur mit Jeans und Anorack bekleidet kein wirkliches Vergnügen, ist der Gedanke schnellst möglich wieder an den warmen Ofen zu kommen mehr als nachvollziehbar. Also wieder auf die Bahn Richtung Köln ....
160 - da geht noch was .... 170 - mit zwei Personen schon nicht schlecht ... 180 - heftigste Schläge auf die Urmel von der mitfahrenden Perle lassen mich in den Rückspiegel schauen. Die Bahn hinter uns ist infolge starker Rauchentwicklung nicht mehr zu sehen. Wieder rechts ran erkenne ich das der Perle das Motoröl bis zur Halskrause steht. 
Danach war ersteinmal Schluß mir CB 450 und ich hatte wieder Zeit mich meiner Gitarre zu windmen ... 

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Re: Mechaniker können ja so stur sein.

Beitrag  Schmal am So 28 Nov - 20:42:19

Ich weiß, ich bin spät dran. Möchte aber mal eine Geschichte zum Besten geben, die bezeugt, dass nicht nur Mechanikerinnen stur sind, sonder Frauen im allgemeinen Embarassed

Eine liebe Freundin von mir, nennen wir sie mal Marita Laughing , besaß einen GSX 600 F. Die stand eigendlich die meiste Zeit rum. Aber manchmal, und immer im unpassendsten Moment, wollte sie dann doch damit mal eine Runde drehen.
So auch an jenem Tage, an dem sie nebenbei auch noch einen Zahnarzt-Termin am anderen Ende der Stadt (Köln) hatte. Und da die Suzi mal wieder ihren Dienst verweigerte, durfte ich auf dem Plan, besser in der Garage, erscheinen. Nebenbei eine Anfahrt von rund 20 Kilometern. Aber was tut man nicht alles für Freunde und -dinnen.
Die Batterie der Suzanne war leer, leerer geht nicht. Aber meine Dicke verfügt über Fremdstartkabel unter der Sitzbank (ich hab mir das Pfadfindermotto "allzeit bereit" zu eigen gemacht). Also Suzi angeklemmt, Dicke läuft, Suzi nach einigen Umdrehungen des Anlassers auch.
Wir los. Prompt bleibt die Mühle an der nächsten Ampel stehen. Also: Fremdstarten ! In der Batterie sammelt sich nix. Jedenfalls nicht nach wenigen hundert Metern. So stottern wir durch die Stadt, wie gesagt bis ans andere Ende von Köln, quer Beet.
Der Termin beim Zahnarzt zieht sich. Ob die Suzi anspringt?
Wäre ja auch ein Wunder gewesen. Nix is!! Sitzbänke ab, Kabel anschließen Suzi läuft !
Meinem Tip, mal das Licht auszulassen kommt Marita nach. Vielleicht laufen ja so einige Ampere mehr in den Saftspänder.
Im Gegenzug bekomme ich zu hören, auf der vor uns liegenden Straße vorsichtig und gesetzeskonform unterwegs zu sein. Tempo 30, und wegen der Rennleitung.
Ich halte mich an Tempo 30, und die Rennleitung ist auch vor Ort ! Und winkt uns zur Seite ! Das fehlende Licht an Maritas Motorrad hat ihre erhöhte Aufmerksamkeit erregt. Während ich mit einem der freundlichen Herrn eine Runde um meine Dicke drehe, ihn stört die Scheibe und die fehlende ABE überhaupt nicht Laughing , diskutiert Marita mit einer netten Polizistin über das Warum und Weshalb des Fahrlichts auch am Tage und mit defekter Batterie.
Nun, auch die Beiden sind sich einig geworden, Marita schaltet das Licht, nachdem wir das Motorrad fremdgestartet Sad haben, ein. Ich mach mich derweil vom Ort der Kontrolle, um nach wenigen Metern vom Lautsprecher des Streifenwagens eingeholt zu werden: "Hallo, der Fahrer des schwarzen Motorrads, bitte kommen sie zurück. Ihre Bekannte hat gerade ihr Motorrad abgewürgt." Danach überlege ich doch allen Ernstes die Sitzbänke einfach ab und die Kabel dran zu lassen.
Die Batterie hat Marita mittlerweile gewechselt, und die Suzuki hat seit einigen Monaten einen neuen Besitzer.
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Re: Mechaniker können ja so stur sein.

Beitrag  Moni am Mo 29 Nov - 11:48:31

Lieber Schmal,
das ist wirklich eine nette Geschichte!
habe herzlich gelacht.. Laughing Moni
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Moni
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Re: Mechaniker können ja so stur sein.

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